Essen/Trinken · Gedanken

Es ist nicht alles nur schwarz oder weiß

Ich finde Greta Thunberg gut.
Auch wenn ich es nicht immer selbst schaffe, komplett auf Plastik zu verzichten oder auf Demos zu gehen, versuche ich, mich zu bessern und ein Stück weiter in die grüne Richtung zu gehen.
Nie würde ich darauf kommen, deshalb dieses Mädchen anzufeinden oder ihre Überzeugungen in den Dreck zu ziehen.

Ich bin keine Veganerin und möchte auch nicht komplett vegan leben.
Trotzdem ersetze ich gern Mahlzeiten durch vegetarische oder vegane Alternativen und versuche, meinen Fleischkonsum einzuschränken.
Ich habe Respekt vor Veganern und kann nichts schlechtes an ihrem Lebenstil finden.

Ich verstehe nicht, wieso es so viele Menschen gibt, die sofort schwarz sehen und sich dagegen stemmen, wenn Veränderung aufkommt. Als hätte man plötzlich das Bedürfnis, sich rechtfertigen zu müssen oder die Angst davor, etwas weggenommen zu bekommen.
Diese Engstirnigkeit macht mich traurig. Es gibt nicht immer nur schwarz oder weiß.

2 Kommentare zu „Es ist nicht alles nur schwarz oder weiß

  1. Ich sehe das so wie du! Schwarz-Weiß muss echt nicht für alle sein, aber eine Offenheit den Grauwerten gegenüber wäre schon mal echt gut…
    Meine beste Freundin ist ja Veganerin und ich habe großen Respekt davor, sehe mir auch gerne was ab und lerne dazu, wenn wir zusammen kochen. Und das ist echt kein Hexenwerk! Ich denke, dass die Gewohnheit der meisten Menschen da das größte Problem ist. Fleisch hat leider für viele einen viel zu hohen Stellenwert und daher fühlen sie sich angegriffen, wenn man sie darauf hinweist, dass das weder gesund für sie noch für die Umwelt ist.
    Ich selbst könnte zwar auch nicht 100% vegan leben, aber ich kaufe wenig Fleisch und wenn, dann nur auf dem Wochenmarkt oder an der Fleischtheke. Im Supermarkt und abgepackt kaufe ich nichts mehr.

  2. Ein schwieriges Pflaster. Das Problem für diese aggressive Abwehrhaltung liegt in der menschlichen Psyche. Wenn Schwarz und Weiß aufeinanderprallen, wird daraus bei Meinungen selten ein Grau, sondern nur noch stärker strahlendes Weiß und dunkler werdendes Schwarz:

    Wie hilft mir nun dieses Wissen bei Diskussionen über die Klimakrise weiter? Also konkret: Wie überzeuge ich Klimawandelleugner?

    „Immer noch mit Fakten. Und mit Vertrauen. Ein häufiges Problem ist, dass beide Seiten häufig schon mit einer Kampfbereitschaft in eine Diskussion kommen – nur ist es dann keine Diskussion mehr.

    Auch der Versuch, Menschen zu korrigieren, indem man Evidenz hinknallt, führt häufig zu einem sogenannten ‚backfire effect‘, also das Gegenteil von dem was man eigentlich erzielen wollte.“

    Quelle: „Wir alle sind immun gegen Fakten“ – Warum ignorieren Menschen ständig Tatsachen? (Bento.de)

    Ganz eklig ist das heutzutage, wo in sogenannten sozialen Netzwerken auf unterstem „Nievau“ herumgehatet wird – selbst mit realem Klarnamen. Aber neben diesen von jedermensch gründbaren Gruppen wie „Fridays For Hubraum“ gibt es auch heutzutage noch Werbekampagnen von großen Firmen, die den Schuss noch nicht gehört haben und mit einem „witzigen“ Spruch um Aufmerksamkeit buhlen und damit das „Klima“ zwischen den überzeugtem Fleischessern und allen anderen (seien es Veganer, Vegetarier oder Flexitarier) anheizen.

    Aktuell hängt hier an gefühlt jeder dritten Plakatwand ein und dasselbe Motiv mit dem Spruch „Grillen mit Gemüse? ich dachte wir sind Freunde.“. Das beworbene Produkt ist dabei natürlich ein gaaaanz naheliegendes. Na, ihr wisst es noch nicht? In der Ecke steht noch der entsprechende Slogan „Made for good times“ – na klar, West Zigaretten. Wie soll mensch die auch sonst bewerben?

    Auf der anderen Seite finde ich es beruhigend zu sehen, dass in einem Designblog-Beitrag zum neuen Auftritt von Danish Crown, Europas größtem Fleischverarbeiter, in den Kommentaren die angebliche „Nachhaltigkeit“ des Unternehmens angeprangert wird.

    Insbesondere der unermüdlichen „Fridays For Future“-Bewegung sei dank ist das Thema endlich endgültig ein Mainstream-Thema geworden.

    Den Gegnern fallen mangels wissenschaftlich fundierter Argunmente außerhalb des Egoismus-Bereichs nur niveaulose Trotzreaktionen ein, wie etwa „Fuck You Greta“-Sticker neben dem dicken Auspuff in der Autotuning- bzw. -raser-Szene.

    Sich aber über Verbote und eine angebliche bevorstehende „Öko-Diktatur“ zu beschweren, ist eine realitätsfremde Überspitzung. Denn in unserer Demokratie gibt es zig Gesetze. Viele (womöglich die meisten) Gesetze kann mensch je nach Sichtweise auch als Verbote sehen. Doch wohl die wenigsten derjenigen, die die „Öko-Diktatur“ befürchten, wollen in einer Anarchie leben. Denn genau das wäre die Konsequenz.

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