Gedanken · Gedichte

Spiegelbild

Du siehst mich im Spiegel und denkst das bin ich.
Du denkst mich zu erkennen.
An den blauen Augen, den rosa Lippen, dem rundlichen Gesicht.
Du denkst, ich bin die, die ich immer war.
Doch was du siehst, ist eine Oberfläche.
Ein Trugbild, das jederzeit geändert werden kann.
Braune Haare, rote, oder doch blaue?
Schwarzer Lippenstift und die Welt bildet sich ein neues Urteil.
Du auch?
Oder erkennst du mich anders?
Tiefer… am Blick meiner Augen, meinem Geruch, meiner Wärme.
Siehst du in mir mehr, als mein Äußeres?
Oder merkst du nur die kalte Oberfläche.
Denn letztendlich bin ich Nichts.
Nichts anderes, als dein Spiegelbild.

Ein Kommentar zu „Spiegelbild

  1. Ein sehr schöner und tiefer Text! Klingt ein wenig nach Identitätsfindung…
    Es fällt so vielen einfach zu leicht in erster Linie nur das zu sehen, was wir ihnen in dem Moment zeigen…die Frage ist nur, warum wir uns verstellen? Testen wir die Reaktionen der anderen? Wissen wir denn ansonsten wer wir sind? Oder verstellen wir uns aus Angst? Und wenn ja, vor was?

    PS: schöner Hintergrund ; )

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