Weihnachten/Neujahr

2019

Meine Vorsätze der letzten… sagen wir 5 – 10 Jahre sahen eigentlich immer sehr ähnlich aus. Meistens dabei waren die Vorsatz-Lieblinge, die absoluten Klischees:

– weniger essen
– weniger Alkohol trinken
– weniger rauchen
– weniger Geld ausgeben
– weniger faul sein

Auch dieses Jahr sollte das Thema Abnehmen wieder an erster Stelle auf meine Vorsatzliste. Aber ich habe jetzt eine ganze Weile darüber nachgedacht und beschlossen, dass ich meine Vorsätze dieses Jahr überdenken möchte. Nicht nur die Vorsätze an sich, sondern auch die Art, wie ich sie fasse. Ich glaube, das viele thematisieren des Minimalismus hat mich auch dazu gebracht, hier umzudenken.

Als ich damit begann, zu minimalisieren, war das ein einfaches Ausmisten. Einfach radikal entsorgen. Das hat sich auch verdammt gut angefühlt. Aber wie bei den Vorsätzen dauerte es nicht lang, und die Zeit des ausmistens war vorbei. Irgendwie blieb ich stecken und die geleerten Plätze wurden befüllt mit Neuem. Erst nach einer Weile begann ich, dass alles tiefer zu durchdenken und mich selbst mehr zu hinterfragen. Mittlerweile meine Lieblingsfragen an mich selbst:
Brauche ich das? Wirklich? Und: Macht mich das glücklich?

Und: Ist das wirklich für mich selbst? Oder will ich nur die Erwartungen oder Wünsche anderer erfüllen?

Meine Liste soll dieses Jahr anders aussehen. Und ich fange damit an, dass ich sie nicht mehr Vorsätze nenne. Denn sowohl die Art, wie ich mir die Dinge vornahm („weniger dies, weniger das…“) als auch das Wort „Vorsatz“ implizieren für mich einen Zwang. „Es ist ein neues Jahr und ich muss jetzt anfangen, dass zutun.“
Und so ist es doch kein Wunder, dass diese Vorsätze bald wieder unter den Tisch gekehrt werden. Denn wer macht schon gern etwas, wozu man gezwungen werden soll… selbst wenn man selbst es ist, der diesen Zwang vielleicht ausübt.

Fangen wir also an, eine neue Liste zu erstellen. Und nennen wir sie:

Ziele 2019

Ziele (griechisch τέλος [telos], lateinisch finis, englisch objective, goal, target) sind Aussagenüber angestrebte Zustände in der Zukunft, die durch entsprechendes („zielorientiertes“) menschliches Verhalten erreicht werden sollen.

Wikipedia

1. Mehr Bewegung & gesünder Ernähren

Wie gesagt, dass Thema Abnehmen sollte wieder ganz oben auf die Liste. Aber ich will mich nicht wieder zwingen, jetzt sofort auf alles zu verzichten was auch nur ansatzweise Kalorien beinhaltet. Und ich habe kritisch hinterfragt, ob ich das wirklich für mich mache, oder aber für andere. Denn ich wurde in letzter Zeit oft darauf angesprochen, dass ich doch schon einiges zugenommen hätte. Zu Recht, ich habe ja auch tatsächlich ein neues Höchstgewicht erreicht. Auch mein Schatz hat es thematisiert, was mich am Anfang ziemlich gewurmt hat. Immerhin habe ich ja erst seit der Beziehung mit ihm 15 kg zugenommen. Und so ist das eben, wenn man glücklich ist – sagte ich zu mir selbst.

Aber dann fiel es mir doch selbst auf. Ich brauchte größere Klamotten, obwohl ich doch immer trotz auf und ab in meine Hosen Gr. 36 gepasst hatte. (Wenn manchmal auch mit biegen und brechen.)
Ich hatte im PoleDance nachgelassen. Das Eigengewicht an der Stange war dann doch irgenwie anstrengender zu halten… und so mehrten sich die Punkte und ich stellte fest:

Ja, ich will versuchen abzunehmen. Für mich.

Und dann schaute ich mich kritischer an und stellte fest, wo genau. Denn es gibt durchaus ein paar Stellen an mir, die mir mit ein paar Kilo mehr gefallen. Aber darauf geh ich in einem anderen Blogeintrag vielleicht noch einmal näher ein, da ich gerade ganz schön abschweife.

Auf jeden Fall fasste ich den Enschluss, mir als Ziel zu setzen mehr Sport zu treiben und mich gleichzeitig gesünder zu ernähren. Denn das formt den Körper dann doch am besten. Und mit gesund ernähren meine ich nicht, einfach auf Fett und Kohlenhydrate zu verzichten. Und genau da kommen wir zu Punkt 2 auf meiner Liste.

2. besser Kochen

Sowohl mein Mann als auch ich haben in letzter Zeit bemerkt, dass unsere Mägen sehr anfällig geworden sind. Bei Gewürzmischungen oder Fertiggerichten kommt es oft vor, dass wir danach Magenschmerzen oder Verdauungsprobleme haben. Wir greifen aber leider sehr oft auf sowas zurück… Denn durch mein pendeln komme ich immer erst abends 20 Uhr nach Hause und groß kochen ist dann nicht mehr. Da er selbst aber ja zunehmen will/muss, reicht auch, jedenfalls am We wenn er da ist, abends kein Salat. Also haben wir immer nur Sonntags richtig gekocht und ansonsten nur Fertiggerichte/Fastfood.

Das will ich jetzt ändern und ich möchte auch mehr darauf achten, was wir kochen. Mehr frische, unverarbeitete und nährstoffreiche Lebensmittel sollen es sein – vielleicht sogar mit mehr Blick auf regionales.

Wie ich mir das dann zeitmäßig eintackte weiß ich noch nicht… vielleicht versuche ich es doch mal mit Verkochen. Ich habe auch über gesunde & schnelle Gerichte derzeit viel auf YouTube gesehen… mal sehen was ich davon umsetzen kann.

3. durchatmen

Klingt banal, ist aber wichtig. Mir ist aufgefallen, dass ich Probleme damit habe, mich zu entspannen. Selbst wenn ich mal frei habe werden Termine wahrgenommen oder geputzt und abends… gezockt oder Netflix. Alles ist immer in Bewegung. Der Körper kommt gar nicht zum runter fahren. Also möchte ich versuchen, gezielt Ruhepunkte in mein Leben einzubauen. Egal ob im Sinne von einer Meditation oder einfachen 10 Minuten „Augen zu und durchatmen“.

4. Handylose Zeit

Passend zum 3. Punkt möchte ich meine Handynutzung ein wenig minimieren. Denn nichts ist schlimmer als zu versuchen, abzuschalten, und dann das gewohnte Bing von Facebook zu hören oder eine Whatsapp zu bekommen. Auch meine Arbeit nutzt Whatsapp. Man ist also 24 Stunden immer erreichbar. Für Jeden. Und fühlst sich gezwungen, sofort zu antworten. Und dazu möchte ich nun ein klares „Nein“ sagen. Ich werde gezielt zu Tageszeiten jetzt öfter mal mein Handy ausschalten. Nicht einfach nur Facebook deaktivieren wie ich es schon ein paar mal gemacht habe um Ruhe rein zu bringen… Nein, einfach alles aus. Keine Anrufe, kein „schnell mal Instagram checken“
Ich nehme mir den Luxus heraus, eine Weile am Tag mal unerreichbar zu sein. Früher ging es ja auch ohne Handy.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich schon alles dabei habe, was ich wollte… aber da ich müde bin geht dieser Beitrag jetzt so online und wird bei Bedarf einfach noch ergänzt 😉

PS: Auch schön zu dem Thema Türchen 23 aus Eumelines #Achtsamkeitsadventskalender2018
und meine Antwort dazu

2 Kommentare zu „2019

  1. Wow, ein echt toller Beitrag zum Thema Vorsätze! Ich mag besonders das mit dem Minimalismus und den letzten Punkt zu den Dingen, die man nicht kaufen kann. : ) Und natürlich das Smartphonethema. ^^

    Und ich bin mir sicher, dass du das mit dem Kochen schaffst. Ich hab noch nie selbst mit Mischungen gearbeitet, also nur bei dir und dem Steppenwolf. Weiß also gar nicht, ob man da wirklich so viel Zeit spart…aber ich schaffe es ja irgendwie, auch wenn ich sehr viel arbeite oder mit dem Weg dahin und zurück beschäftigt bin.
    Und das schöne am frischen Kochen ist, dass sich sowas auch lohnt einzufrieren für die Tage, an denen man wirklich keine Zeit oder Lust hat. Ich mache z.B. einmal in ein bis zwei Monaten Bolognesesoße…so ca. 1-2 Liter. : D

    1. Danke 🙂

      Naja… das klingt jetzt seltsam… aber ich hab noch nie etwas eingefroren ^^ ich trau der Sache irgendwie nicht – genau aus dem selben Grund, warum ich auch alles aus dem Kühlschrank weggeschmissen hatte, von dem ich nicht wusste, wann Y. es aufgemacht hat… ich bin da irgendwie extrem seltsam beim essen,… am liebsten ist es mir immer, alles sofort zu verbrauchen ^^

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