(Geistiger) Zustand

Ausflug ins Irren … äääh Krankenhaus

So. Lange habe ich überlegt, ob ich wieder etwas über meinen Krankenhaus-Aufenthalt schreibe. Heute habe ich mich dazu entschlossen. Ich habe ja bereits erwähnt, dass mehrere Ärzte mich zum HNO-Arzt geschickt haben. Dieser meinte dann auch – jawohl! – die Mandeln müssen raus. Super.

Die Mandel-OP´s sind immer Dienstags im Städtischen Krankenhaus. Unser HNO macht die OP´s selbst. Also bekam ich als Termin morgen, Dienstag, den 24.07.2012. Damit war meine Chefin mal so gar nicht einverstanden. Denn dies ist genau die Woche, wo sie ihren Urlaub hat. Auch meine Eltern sind in dieser Woche im Urlaub. Tja, wenn ich ehrlich bin… ich hätte auch lieber den Termin eine Woche später gehabt. Denn der Arzt sagte mir bei unserem ersten Gespräch, dass ich 1 Woche ins Krankenhaus muss, und danach 14 Tage weiterhin krankgeschrieben bin.

Das wäre für mich super gewesen. So hätte ich die Woche frei gehabt, wo meine Eltern im Urlaub sind, die Woche im Krankenhaus und danach nochmal 2 Wochen. Und die letzte freie Woche wäre dann direkt auf den Urlaub meines Mannes gefallen. Aber wie es eben so ist, man kann es sich halt leider nicht raussuchen.

Jedenfalls sollte ich heute nochmal zum HNO-Arzt, diesen Anästhesie-Bogen abgeben und mich erkundigen, wie alles abläuft. Ich hatte den Tag auch schon schön geplant. Erst Mittagessen, 14 Uhr zum Arzt, dann die Wohnung aufräumen, Sachen packen und mein Katerchen einfangen, den ich vorm Krankenhaus nochmal raus lassen wollte. Doch auch das kam wie immer anders, als es sollte. Als ich beim Arzt eintrat, brauchte ich nicht mal warten, sondern wurde direkt ins Sprechzimmer gebracht. Er schaute sich nochmal meine Mandeln an, und verkündete: „Ab ins Krankenhaus.“
„Jetzt?!?“ – „Ja, jetzt. Fahren sie schnell nach Hause, werfen ein paar Sachen in die Tasche und bis 17 Uhr müssen sie drin sein.“

Juhu. Also bin ich nach Hause gedüst, wo, oh Freude, plötzlich meine Haustür-und Wohnungstürschlüssel weg waren. Super. Der Kater war auch nicht auffindbar. Ich suchte und suchte, ging alle Wege, die ich vor dem Arzt gegangen war, noch 5 mal ab. Ich habe zwar 2 weitere Schlüssel, doch den einen hatte ich am Wochenende meinem Mann geschenkt, der ja unter der Woche in Dresden ist. Der andere war bei einer Kollegin, die sich während meines Krankenhausaufenthaltes um meine Tierchen kümmern sollte. Nach etwa einer Stunde sinnlosem hin und her ging ich noch einmal nach Hause, denn ich nahm an, dass ich beim leeren des Briefkastens den Schlüssel vielleicht wieder auf den Kasten selbst gelegt hatte, wie es öfters vorkommt. Dann hätte ich ja nur beim Nachbarn klingeln müssen. Aber nein. Ich Vollpfosten hatte doch vor lauter Aufregung meinen Schlüssel AN DER HAUSTÜR stecken lassen! Sowas ist mir auch noch nicht passiert. Aber nun denn, nicht mehr zu ändern. Also fix die Wohnung aufgeräumt, gestaubsaugt, die Futterplätze gesäubert und alles was ich beim aufräumen fand und als nützlich erachtete, in meine Reisetasche geschmissen.

Als es 16.30 Uhr war, musste ich langsam los. Während ich aufgeräumt hatte, dachte ich darüber nach, aus meinem Kater auch einen Freigänger zu machen. Denn meine weiblichen Katzen sind ja nur draußen, und mein Kater macht daheim ganz schön viel Krach und Dreck. Außerdem kann ich ihn nicht ewig einsperren, nur weil sein Bruder überfahren wurde. Ich meine, wenn jemand Zwillinge hat, und einem von beiden passiert was, kann man das andere Kind auch nicht auf ewig einsperren, oder? Man kann eben nur hoffen, dass nicht wieder etwas passiert.

Bei meinen anderen beiden Miezen hats ja auch geklappt. Sie kamen immer wieder, wenn sie Hunger hatten. Folgten mir auf dem Nachhauseweg oder meldeten sich am Fenster. Naja. Jedenfalls schien mein Kater meine Gedanken wohl erahnt zu haben, denn ich hatte es wirklich eilig und plötzlich saß er lieb und fein auf dem Kinderzimmerfensterbrett und wollte rein gelassen werden. So konnte ich ihn noch fix füttern und direkt los düsen.

Im Krankenhaus ging aber dann das erste Dilemma los. Ich war 16.45 Uhr bei der Anmeldung (keine Ahnung, ob mein Auto da stehen bleiben darf, wo es jetzt steht… mal sehen, ob ich ein Zettelchen bekomme oder es gar weg ist, wenn ich hier wieder raus komme), doch der Herr, der um die Anmeldung rumschlich, sagte mir, ich müsse in die Notaufnahme, mich dort anmelden.

Also ab in die Notaufnahme. Die waren nicht begeistert. Meinten, die Anmeldung sei für die Anmeldung zuständig (ach nee!) und es wäre nicht angenehm für die schwer Verletzten, wenn „Passanten“ durch die Notambulanz durch latschten. Die Dame setzte mich dann jedenfalls irgendwo in einen Flur, wo ich warten sollte, bis mein Arzt käme. Meine Tasche war so schwer geworden (ich hatte mir auch den Laptop meiner Ellis geliehen und Mama hat mich mit Milch und Duschzeug usw. versorgt), dass ich recht froh war, nicht mehr durchs Krankenhaus latschen zu müssen. Da saß ich dann eben. 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten… mein Arzt war inzwischen schon an mir vorbei gerannt. Irgendwann war mir das dann zu doof und ich ging auch die Station meines Arztes. Hm, die waren auch nicht so begeistert. Ich hätte bis 17 Uhr angemeldet sein sollen und mein Arzt hätte mich schon gesucht bzw. befürchtet, ich wäre aus Angst vor der OP gar nicht erst erschienen.

Ich erklärte also die Sachlage und bekam dann auch endlich mein Zimmer. Sogar ein Abendessen wurde mir noch serviert.

Morgen habe ich also dann meine Mandel-OP. Unter Vollnarkose, Gott sei Dank. Ich melde mich wieder, wenn ich noch lebe 😉

3 Kommentare zu „Ausflug ins Irren … äääh Krankenhaus

  1. Yäääy, Krankenhausfraß! ^^
    Und wenn dein Katerchen bereits Freigänger war, ist das für ihn vermutlichh auch nicht so schön,die ganze Zeit daheim zu sein. Aber ich hab da auch Angst. >.< Lünchen z.B. wäre draußen verloren, weil sie es nicht gewohnt ist.

  2. Aus diesem Grund mag ich weder zum Arzt noch in KH gehen. Weil einfach unendlich viel Zeit draufgeht und man immer nur hin und hergescheucht wird -,-““

    Btw. das Krankenhausessen sieht so mager aus…okay KH-Essen ist nie wirklich wunderbar, aber ein Stück Gürkchen und Möhrchen???? OO Irgendwie traurig…

    1. Naja, nicht auf dem Bild waren noch 2 Scheiben Brot… aber ja, es ist eigentlich wirklich wenig. Und ich war ja der Meinung, statt jeweils einem Scheibchen hätten sie´s auch gleich weglassen können… das sah wirklich etwas armselig aus :’D

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