Träume

Die Geschichte meines letzten Traumes

In der Nacht vom 23. Januar zum 24. Januar hatte ich seid langem mal wieder einen richtig intensiven Traum. Es war komisch, den ich bin in der Nacht sogar mehrmals aufgewacht und auch morgens hat mein Freund mich geweckt und kurz mit mir geredet. Doch ich bin immer wieder eingeschlafen und hab an der Stelle weiter geträumt, wo ich stehen geblieben war. Ich hab das ganze jetzt mal als eine Art Geschichte hier zusammengefasst.

 

Ich war oft zu Besuch bei ihm. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und konnten über alles reden. Ich wusste auch, dass er für mich ein kleines bisschen mehr war, als ein Freund. Doch das würde nichts bringen. Es hatte nie etwas gebracht. Er wusste, dass ich mich mit Magie beschäftigte. Karten legen und Gedanken erahnen… kleine Dinge eben. Doch das machte ihm nichts. Er akzeptierte mich, wie ich war und hielt mich nicht für verrückt. Er hatte seid einiger Zeit eine Freundin. Ich war nicht eifersüchtig auf sie, doch es störte mich, dass sie unsere Freundschaft nicht akzeptierte und nicht wollte, dass ich Zeit mit ihm verbringe. Ich sagte ihm, dass ich den Kontakt zu ihm brauchte, weil mir sonst etwas fehlen würde. Er wollte lieber auf seine Freundin hören, um sie nicht zu verärgern. Mein Herz tat weh und ich ging zu einem Platz auf einer Wiese am Waldrand, wo wir oft zusammen waren. Plötzlich wurde aus dem dumpfen Schmerz in meinem Herzen ein unglaubliches brennen. Um mich herum entstanden kleine Brandherde die mich einkreisten. Ich bekam Angst und wusste nicht was ich tun sollte. Durch die Flammen sah ich ihn. Er musste mir wohl gefolgt sein. Er rief nach mir und wollte zu mir rennen, doch es war als würde er immerzu auf einer Stelle bleiben. Plötzlich würde ich ganz ruhig, in mir war nur noch Hitze. Die Flammen waren nun in mir. Es war einen Moment, als würde ich über mir selbst schweben, und so sah ich, wie ich mich selbst in einen Brandherd verwandelte.
Es waren nur noch Flammen zu sehen, dort wo ich gestanden hatte. Alle anderen Brände wurden zu Asche, als hätte man ihnen plötzlich den Sauerstoff genommen. Auch „meine“ Flammen wurden immer kleiner. Bis ich plötzlich aus der Asche und den restlichen Flammen erschien. Ich trat heraus und wusste, dass ich >ich< bin. Obwohl ich plötzlich ganz anders aussah. Meine Haare waren hellblond und gingen mir fast bis zum Hintern. Piercings und Narben etc. waren verschwunden. „Als wäre ich unberührt reinkarniert“ kam mir als erstes in den Sinn. Und auf einmal war ich auch wieder in meinem Körper. Wieder Teil der Geschichte und kein Beobachter mehr. Ich fühlte mich normal, bis auf ein kleines erfrischendes kribbeln in meinem Körper. Ich sah mich um, doch von Flammen war nichts mehr zu sehen. Lediglich schwarze Flecken waren geblieben. Er kam nun zu mir, und fragte, ob alles in Ordnung sei. Er schien sofort zu wissen, dass ich immer noch dieselbe war, obwohl ich nun so anders aussah. Nachdem ich ihn versichert hatte, dass es mir gut ginge, machte er sich zurück auf den Weg zu dem Haus, in dem er mit seiner Mutter und seinem Stiefvater lebte. Ich blieb noch kurz auf dem Feld, um nachzudenken. Alle Spuren des eben geschehenen schienen sich langsam in Luft aufzulösen. Ich hörte eine leise, Glockenklare Frauenstimme im Wind. Sie flüsterte: „Wie Phönix aus der Asche…“ und wurde von einem weiteren Flüstern, einer rauen Männerstimme vertrieben. “Wir werden dich jagen“ raunte er, und plötzlich war es nur noch der Wind. Wurde ich langsam verrückt? Hatte ich mir irgendwo den Kopf gestoßen und lag bewusstlos im Gras? Oder war ich vielleicht sogar tot? Der Wind wurde kälter und ich beschloss, das grübeln nichts bringen würde. Ich fasste kurz den Entschluss, ebenfalls zu seinem Haus zu gehen. Ich würde schon noch heraus finden, was mit mir los war.

Ich hatte mich kaum in Bewegung gesetzt, war ich auch schon da. Es war, als würde die Welt um mich herum plötzlich immer langsamer werden. Ich begriff schnell, dass er noch nicht angekommen war. Ich hatte mich schneller bewegt, als Menschen es je könnten. Also bin ich einfach schon mal reingegangen. Es war nichts neues, dass ich in diesem Haus ein und aus ging, wie ich wollte. Wir kannten uns schon lang und es hatte nie jemanden gestört. Seine Mutter war fast nie da. Sein Stiefvater stand in der Küche und bereitete das Abendessen vor. Er begrüßte mich freundlich. Auch er schien nicht verwundert, dass ich nun so völlig anders aussah. „Weil er deine Seele erkennt“ flüsterte meine innere Stimme.
Ich ging in sein Zimmer bzw. seine Zimmer, den er hatte eine Art Wohnzimmer und dahinter ein Schlafzimmer. Ich schaute mich um, und fragte mich, was sich wohl noch alles verändert hatte. Ich meinte, alles um mich herum besser wahrzunehmen und schärfer sehen zu können. Aber vielleicht bildete ich mir das nur ein. Als ich in sein Schlafzimmer ging, wartete dort bereits ein dunkel gekleideter Mann auf mich. „Ich habe bereits auf dich gewartet. Du bist eine Gefahr für uns alle!“ zischte er. Ich wusste instinktiv, dass er mich gleich angreifen würde. Doch das beunruhigte mich nicht im Geringsten. Ich neigte meinen Kopf zu Seite, blickte ihm tief in die Augen und machte eine kleine Kreisbewegung mit meinem Handgelenk. In Sekundenschnelle ging er in Flammen auf. Es war noch ein erstickender Schrei zu hören – zurück blieb nur ein Häufchen Asche. Als wäre nichts passiert ging ich durch das Zimmer und ließ meine Hand über sein Bett gleiten. Auf dem Nachttisch stand ein Bild von ihm und seiner Freundin. Ich klappte es um, so dass es mit dem Gesicht nach unten lag. Kurze Zeit später hörte ich Stimmen. Er betrat gerade das Haus, zusammen mit ihr. Hm. Wenn sie mich hier finden würde, wäre sie sicher nicht begeistert. Sie gingen ins vordere Zimmer und ich setzte mich gegen die Tür des Schlafzimmers. Ich zog meine Beine an legte mein Kinn auf meine Knie. Sie redeten und setzten sich aufs Sofa. Ich hörte jede ihrer Bewegungen. Ich hatte ein komisches Gefühl, doch trotzdem lauschte ich ihnen eine ganze Weile. Doch dann erklärte sie zum Glück, dass sie los müsse, weil sie zum Abendessen zuhause sein sollte. Sie gab ihm einen Abschiedskuss und schloss die Tür hinter sich. Ich atmete erleichtert aus und richtete mich auf. Er öffnete die Tür und wäre fast mit mir zusammen geknallt. „Was zum Teufel machst du hier? Und wie bist du überhaupt hier rein gekommen?“
„Durch die Tür.“ antwortete ich knapp und verschwand hinter der Ecke seines Schrankes, da ich hörte wie sie die Treppe noch einmal herauf kam. „Sie kommt wieder!“ flüsterte ich und machte mich so klein ich konnte. Da ging auch schon die Tür wieder auf. „Ich habe meine Tasche vergessen.“ erklärte sie und nahm diese vom Sofa. „Warum schaust du so?“ Er stand noch immer wie angewurzelt im Türrahmen. „Ähm… Ich war nur… überrascht… Das ist alles.“ brachte er heraus und versuchte, sie anzulächeln. „Oh man“ dachte ich nur, und hoffte, sie würde nicht auf die Idee kommen ihm noch einen Abschiedskuss zu geben. Ich wollte mich nicht auch noch übergeben müssen. „Okay… Ich geh dann mal. Ich bin schon ziemlich spät dran. Bis morgen!“ sagte sie und erneut hörte ich die Tür ins Schloss fallen. „Das war knapp.“ ich kam aus meinem Versteck vor und setzte mich auf sein Bett. Er drehte sich zu mir und kniff die Augen zusammen. „Du bist also schon die ganze Zeit da.“ es war mehr eine Feststellung als eine Frage, trotzdem antwortete ich mit Ja und erzählte ihm alles, was seit unserem Erlebnis auf der Wiese noch passiert war.

„Oh je!“ sagte er, als ich mit der Geschichte geendet hatte, und ich war froh, dass er mich nicht für verrückt hielt und auch nicht sauer auf mich war. „Und was hast du jetzt vor?“ fragte er und legte den Arm um mich. „Ich habe keine Ahnung!“ antwortete ich wahrheitsgemäß und blickte an die Decke. „Das komischste an der Sache ist, dass ich überhaupt nicht das Gefühl habe, als wäre etwas anders. Außer das ich mich irgendwie… naja… stärker und besser fühle… Ich glaube ich werde einfach genau so weiter machen wie immer und die Dinge auf mich zukommen lassen.“
„Hm. Ich mache mir nur Sorgen wegen dem Typen, der hier war. Ich will nicht, dass dir irgendwas passiert!“ Er sah besorgt aus, aber schaute mir tief in die Augen. Wie ich diese wunderschönen Rehaugen liebte. In mir begannen die fiesen kleinen Schmetterlinge zu flattern und ich war kurz davor, ihn zu küssen, als wieder die Tür zum Wohnzimmer aufging. Vor Schreck wäre ich fast an die Decke gesprungen. Es war sein Vater, der verkündete, dass das Essen fertig und ich herzlich eingeladen sei. Ich nahm dankend an und so gingen wir alle gemeinsam nach unten. Nach dem Essen war es schon spät und wir redeten noch lang auf seinem Zimmer. Ich saß auf seinem Fensterbrett und schaute in die Finsternis. Nach einer Weile erkannte ich eine dunkle Gestalt die mit roten Augen zu mir hinauf blickte. Er war gerade eingenickt. Also öffnete ich so lautlos ich konnte das Fenster und sprang hinunter. Ich landete sogar mal auf meinen Füßen! Der dunkle Typ kam auf mich zu und warf eine Art Feuerball auf mich. Ich wich mühelos aus und das Ding hinterließ einen unschönen schwarzen Fleck an der Hauswand. „Hey!“ Rief ich und feuerte ebenfalls so ein Geschoss nach ihm. Woher es kam wusste ich nicht, es kam mir plötzlich vor wie die normalste Sache der Welt, mit Feuerbällen um sich zu schmeißen. Ich traf ins Schwarze und er stöhnte auf. Doch er hatte trotzdem noch genug Kraft, ein Messer zu ziehen und auf mich los zu gehen. Ich bewegte mich mit einer Schnelligkeit, die sogar diesem Typ anscheinend zu schaffen machte, und trat ihn so oft, bis er vor mir auf dem Boden lag. „Ich habe keine Angst vor euch. Lasst mich in Ruhe oder ich werde euch alle vernichten!“ sagte ich und er ging in Flammen auf. Irgendwoher wusste ich, dass meine Drohung durchgedrungen war. Trotzdem kamen in dieser Nacht 3 weitere Angreifer. Sie alle waren am nächsten Morgen nichts weiter als ein Häufchen Asche.

Auch an den nächsten Tagen wurde ich nicht verschont. Ständig kamen sie und griffen mich an. Alle anderen Menschen um uns herum schienen das nie mitzubekommen oder es innerhalb weniger Minuten schon wieder vergessen zu haben. Außer ihm. Und ich verbrachte so viel Zeit mit ihm, wie nur möglich. Wenn seine Freundin da war, versteckte ich mich, aber blieb immer in der Nähe. Nach Hause ging ich kaum, höchstens um mich umzuziehen und zu duschen. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns näher kämen, trotz seiner Freundin. Sie merkte es wohl auch – sie stritten in letzter Zeit häufig. Ich hatte nichts gegen ihre Beziehung, auch wenn ich ihn selbst liebte. Aber sie war nicht die Richtige für ihn, das wusste ich. Doch ich mischte mich nicht ein oder drängte mich auf. Sie trennten sich etwa 1 Woche nach meiner „Verwandlung“. Ob es an mir lag oder an anderen Problemen wusste ich nicht. Ich wollte ihm erstmal Zeit zum nachdenken geben. Deshalb ging ich spazieren und kam zu dem Punkt, wo ich in Flammen aufgegangen war. Ich kniete mich hin und suchte nach Spuren, als plötzlich ein Mann hinter mir erschien. Ich wirbelte herum und erkannte sofort, dass es viel größer und stärker war als alle anderen. Er packte mich an der Schulter und plötzlich wurde alles um uns herum schwarz. Ich schloss die Augen und als ich sie wieder öffnete, standen wir auf einer Art Gesteinsvorsprung. Darunter waren tausende von Flammen und mir gegenüber stand ein weiterer dunkler Typ, noch großer und stärker und in einen schwarzen Umhang gehüllt. Außerdem spürte ich die Anwesenheit vieler weiterer Gestalten, doch ich schaute mich nicht nach ihnen um. Da begann der Typ, der mich hergebracht hatte, zu sprechen: „Ich habe sie gefangen und hergebracht! Wir müssen sie zurück ins Feuer befördern und ihre Seele zerstören, sonst ist sie eine Gefahr für uns alle!“ Der Umhangtyp beäugte mich und sagte dann: „Ich bezweifle, das jemand die Macht dazu hätte.“ auch mein >Entführer< schaute mich nun abschätzig an. Ich legte genervt den Kopf in den Nacken, drehte mich zu ihm und als mein Blick ihn traf, ging er in Flammen auf. Innerhalb einer Sekunde war er erledigt. Ein erstauntes Raunen kam aus den Schatten. Dann schaute ich zu dem Kapuzenfutzi. Er lächelte düster und sagte: „Du bist sehr viel stärker als erwartet, Phönix. Von nun an bist du Freiherrin der Unterwelt. Wir werden dich nie wieder angreifen und dich ab jetzt in Ruhe lassen.“ – „Was auch immer.“ dachte ich. Ich hatte kein Interesse >irgendwas< zu sein. Hauptsache sie ließen mich in Frieden.Ich wollte nur fort. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich darauf, dort wegzukommen. Als ich sie öffnete, war ich in seinem Wohnzimmer. Ich schaute mich kurz um und lauschte. Dann ging ich in sein Schlafzimmer. Er saß auf seinem Bett und betrachtete das Bild auf seinem Nachttisch. Als ich näher kam, sah ich, dass in dem Rahmen nun nicht mehr das Bild von ihm und ihr war. Sondern ein Bild von ihm und MIR. Ich beugte mich zu ihm und wir küssten uns.

 

Dann bin ich aufgewacht und hab mich total erholt und gut gefühlt. Außerdem hatte ich den Refrain von dem Lied „Phönix from the Ashes“ von Elis im Kopf. Obwohl ich das Lied seit Monaten nicht gehört hatte. o.O

Achso, ich wollte noch anmerken, dass ich sehr wohl weiß, dass es den Titel „Freiherrin“ nicht gibt, sondern das es „Freifrau“ heißt. Aber so wurde es nun mal im Traum genannt. Und in Träumen ist ja sowieso alles möglich 😉

5 Kommentare zu „Die Geschichte meines letzten Traumes

  1. Mir gefällt's auch! Ein bisschen wirr an manchen Stellen, aber das haben Träume so an sich. ; ) Du hast jedenfalls viel Fantasie und kannst sie auch gut umsetzen! : )

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