Blogstöckchen · Essen/Trinken

Blogstöckchen: Die Welt auf dem Teller

Ich habe ein neues Blogstöckchen bei SinnundVerstand gefunden! Und ich dachte schon die Ära der Blogstöckchen wäre vorbei. Dann legen wir mal los!

1. Glück, Heimat, Trost, Abenteuer oder „Igittigitt“: Wonach schmeckte Deine Kindheit?

Das mag jetzt seltsam klingen: aber nach Erde und Schnee. Denn wenn ich an meine Kindheit denke, sind es meistens Szenen, wie ich im Sommer mit Freundin oder allein im Garten gespielt habe. Wir haben Kräuter (alias Gras und Gänseblümchen) gesammelt und aus Wasser und Erde Hexensuppe gebraut… und in den Winterferien kamen fast jedes Jahr die gleichen Urlauber zu uns ins Gästehaus, davon 2 Familien mit Kindern ca in meinem Alter. Wir waren jeden Tag draußen und haben uns riesige Schneehöhlen gebaut… denn in meiner Kindheit lag immer so hoch Schnee bei uns im Erzgebirge, das ich nichtmal über die Schneeberge am Straßenrand zum Nachbarn schauen konnte!

2. Lust oder Last: Was bedeutet Kochen und Essen im Alltag für Dich?

Definitiv Lust! Sowohl das Kochen, was mir gute Laune bereitet, besonders wenn ich mich ohne Rezept einfach frei Schnauze austoben darf… wie auch das Essen… ich glaube besonders seit ich verheiratet bin schlemmen wir beide einfach nur noch 😅

3. Knoblauch, Nudeln, Honig, Kekse, Kardamom: Nimm‘ ein Lebensmittel aus Deinen Vorräten in die Hand und erzähle uns von seinem Geschmack, vom ersten Mal, als Du es probiert hast, von der Geschichte, wie es in Deinen Vorräten landete – und warum.

Kurkuma-Pulver. Anfangs wusste ich gar nichts so richtig damit anzufangen. Aber als ich noch bei meinem vorherigen Arbeitgeber war, haben wir oft beim Imbiss um die Ecke bestellt. Und der konnte wirklich alles. Von guter Pizza über Döner bis hin zu Indisch. Dort habe ich mich in Chicken Korma verliebt. Nur leider ist besagter Imbiss nunmal 1 Stunde weit weg von meinem Zuhause und nach dem Arbeitsplatzwechsel gab es also keine Möglichkeit mehr für mich, dort zu bestellen. Ich habe mich dann tatsächlich dazu aufgerafft dieses Gericht selbst zu versuchen – und musste erstmal meinen Gewürzvorrat ziemlich erweitern. Aber es hat sich gelohnt. Meine Version hat, trotz einer kleinen Veränderung, tatsächlich genauso gut geschmeckt 😍 das Kurkuma-Pulver ist dabei das Gewürz, was ich von allen bisher am meisten weiter genutzt habe… sowohl als Goldene Milch als auch für meine Haare 😅

4. Die Schönheit von Essen: Gibt es eine Frucht oder ein anderes Lebensmittel, dass Du allein wegen seiner Form und Farbe liebst? Wegen seines Dufts? Oder wegen einer Erinnerung, die Du damit verknüpfst?

Granatapfel. Die Antwort kam mir sofort in den Kopf geschossen. Keine Ahnung warum, aber ich liebe einfach das Aussehen eines Granatapfels. Dieses krasse glänzende Rot wenn er aufgeschnitten ist …

5. Die Welt auf dem Teller: Ein Gericht in einem anderen Land, ein Essen aus einer anderen Kultur, gepflückt oder gekauft an einem anderen Ort – nimm‘ uns mit auf eine Reise. Woran erinnerst Du Dich?

Spaghetti in Südtirol.
(Auch das klingt jetzt wieder sicher ziemlich banal, aber angesichts der Tatsache, das ich nur sehr selten außerhalb von Deutschland war, gibt es auch nicht viel Auswahl.)
Aber ehrlich. Wer noch nie in Italien Spaghetti gegessen hat, hat noch nie richtige Spaghetti gegessen 🤤

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Wie immer: wer möchte, darf gern das Blogstöckchen aufgreifen und selbst ausfüllen 😊

Ausmisten & KonMari · Männer

Ausmisten: der Unterschied zwischen Mann und Frau

Mein Mann und ich haben diese Woche Urlaub, und deshalb sind wir die meiste Zeit damit beschäftigt, in der Wohnung zu werkeln. Wir kümmern uns entweder um liegen gebliebene Reparaturen oder Renovierungen oder setzen neue Ideen um. So haben wir bisher schon das Büro, in dem dieses Jahr der Türdurchbruch gemacht wurde  tapeziert, frisch gestrichen, einige Regale gebastelt, den Schreibtisch neu gestaltet und und und… vielleicht mache ich dazu die Tage mal noch ein extra Posting mit Fotos.

Heute haben wir auch das Gästezimmer gestrichen und ein paar alte Kallax zu einer Sitzbank umfunktioniert. Dabei stand mal wieder hauptsächlich eins an: Ausmisten.
Ich muss ja sagen, früher war ich von Ikea-Möbeln nicht so begeistert. Aber sie waren eben günstig und deshalb hatte ich eigentlich in jeder bisherigen Wohnung mindestens ein Möbelstück, was vom schwedischen Möbelhaus kam. Und gerade bei den Kallax Regalen boten sich da immer diese Faltboxen an, damit man nicht alles ganz so offen ins Regal stellen musste. Das fand ich früher auch ganz cool, da es diese Faltboxen ja in den unterschiedlichsten Ausführungen gibt. Nicht nur bei Ikea, sondern auch bei Tedi, KIK und dem konkurrierenden dänischen Möbelhaus. Also hatte man die Möglichkeit, ganz leicht wenigstens ein bisschen Abwechslung reinzubringen.

Mittlerweile hasse ich diese Faltboxen. Ich habe es noch nicht ganz geschafft, mich von allen zu trennen, aber erst wurden 2 aus der Küche verbannt, und heute nun 2 aus dem Gästezimmer. Der Grund, warum ich diese Faltboxen hasse: von außen sieht es zwar (meistens) schick aus, aber im Inneren ist es eine Katastrophe. Denn am Ende wirft man einfach nur noch Sachen oben rein. An alles, was unten drin ist, kommt man nicht mehr ran, ohne entweder alles auszuräumen oder, wenns mal wieder schnell gehen soll, einfach die Kiste umzuwühlen.
Da finde ich die Türeinsätze von Ikea schon um einiges praktischer. Von außen kann man nicht reinschauen, aber innen kann man trotzdem schön geordnet alles reinstellen… und so viel teurer sind die Türeinsätze auch nicht, finde ich. Kann ja auch sein, das es nur mir so geht, und meine Leser sich jetzt an den Kopf greifen…
Aber für mich mussten eben nun 2 solcher Faltboxen weichen, und mit ihnen viel Inhalt.

Auch das habe ich natürlich gemeinsam mit meinem Mann gemacht. Als ich damals mit Marie Kondo ankam und alles ausmisten wollte, war er ja gar nicht so begeistert. Das kam bei ihm ja eher Schritt-für-Schritt. Wobei es auch bei mir – jedenfalls bei manchen Bereichen – anscheinend auch noch nicht ganz Klick gemacht hat… aber diese Bereiche sind bei Frauen und Männern anscheinend anders verlagert, wie mir heute wieder klar wurde.

Ich bin erstmal ganz radikal ran gegangen. Alles was innerhalb der letzten beiden Jahre nicht angefasst wurde, musste weg. Ich wollte nur die Fotos behalten und meine alten Zeichnungen von Tattoos, die ich noch machen lassen wollte… genau wie meine Hand voll ausgewählter Tattoo-Magazine, in denen noch ein paar passende Vorlagen sind. Das konnte Y. gar nicht so richtig verstehen hatte ich das Gefühl… er hält nämlich nicht viel von Magazinen und dergleichen. Wobei er sich nicht direkt abwertend dazu geäußert hat. Dann habe ich ein ganzes Knäuel Kabelsalat und technische Kleingeräte aus der Box gezogen. Ich hatte mich schon lange gefreut, dieses Knäul endlich in ein großes schwarzes Loch zu verbannen. Aber da kam dann der männliche Einspruch. Okay, das alte Nokia darf noch eine Runde mitgehen, das verstehe ich sogar. Auch der digitale Bilderrahmen, obwohl ich mir nach wie vor sicher bin, das dieses Teil NIEMALS mehr in Benutzung sein wird. Aber solange er noch geht… aber dann kam doch tatsächlich bei jedem Kabel „das können wir eventuell irgendwann noch für das und das brauchen“. Und daaaas ist wirklich so eins dieser typischen Dinge, die für mich bisher nur Männer betroffen haben: das Aufheben von alten Technikfirlefanz. Und dann noch die alte Digitalkamera, die noch mit Batterien ging. Könnte ja nochmal irgendwer kaufen wollen. Obwohl er nie etwas zum verkaufen einstellt… das mach nämlich meistens nur ich und ich bin mir sicher, das es bei Rebuy nichtmal nen Cent dafür geben würde.

Beim ersten Mal ausmisten war er begeistert davon, das ich all meine DVDs verkauft und alle CDs entsorgt habe. Weil: wir haben Netflix und Amazon Prime… und 2 Festplatten voll mit Filmen und Musik. Da ergibt es für mich überhaupt keinen Sinn mehr, Medien in fester Form zu horten. Früher war das ganz anders. Da habe ich das sammeln von DVDs geliebt. Man brauch nur in die Kategorie „alles meins“ zu schauen und findet Listen mit Sachen, die ich damals gekauft habe… und passte der eine Schrank nicht, musste eben ein neuer her. Etwas, das ich garnicht mehr nachvollziehen kann. Nachdem die ersten weniger geliebten Exemplare aussortiert waren, habe ich mich so über den entstandenen Platz gefreut, das einfach alle weg kamen.
Er jedoch konnte sich nur von einigen trennen, hat aber immernoch welche behalten damit er sie vllt im LKW mal anschauen kann. Das ist auch okay. Viel schlimmer: er hat noch massenweise Musik-Kassetten (ja, das waren die komischen Dinger die es vor den CDs gab… die mit den zwei Löchern… ich finde gerade nichtmal einen passenden Emoji dafür )

Nunja, ich schweife ab.
Es gibt ja da auch noch Kategorien, in denen sind wir uns fast immer einig: ungeliebte Deko kann weg, auch wenn sie ein Geschenk von Tante XY war. Kugelschreiber … Davon finde ich in jeder Kiste mindestens 20 Stück, Kosmetikutensilien die seit über 1 Jahr nicht mehr in Gebrauch waren, Karten oder alte Briefe, Zigarettenboxen (zu meiner Zeit als ich noch an der Tankstelle gearbeitet habe und geraucht habe, hatte ich immer BURTON in der Blechschachtel. Und die musste ich natürlich alle aufheben. Weil die könnte man ja mal noch irgendwann für irgendwas nutzen. Spoiler: hab ich nie.)
Allgemein bei Kleinkram eben.

Meine Schwachstelle beim ausmisten war und ist die gleiche wie bei den meisten Frauen: der Kleiderschrank. Nicht, das ich nicht gut ausgemistet hätte… immerhin sind bisher insgesamt 4 Säcke Müll (weil absolut nicht weiterverwertbar), 12 Säcke Altkleidersammlung und 6 Kisten Verkaufe-Klamotten dabei rum gekommen. Aber. Es ist halt einfach immernoch bisschen viel. Und in Zeiten wie jetzt, wo ich plötzlich einfach mal eine Kleidergröße größer brauche, muss ich natürlich auch nachkaufen. Und dabei bin ich schon immer recht sparsam. Aber gerade auf Arbeit schrotte ich auch viele Klamotten. Die man ja dann noch für Zuhause nehmen kann. Oder am Ende für die Gartenarbeit. Und so sind es dann doch immer einige Wäscheberge, die sich zusammen sammeln. Nunja.

Bei ihm gibt es aber auch anscheinend unbesiegbare Berge:
Die Aktenberge.
Noch so ein Ding, womit ich nie wirklich ein Problem hatte. Briefe kamen meistens nach dem lesen in den Müll. Kassenzettel und Rechnungen habe ich noch nie aufgehoben (nicht immer die beste Idee, ich weiß… aber naja)
Alles was ich aufgehoben habe, waren Lohnscheine, Steuerbescheide und sonst alles rund um Steuern und Versicherungsunterlagen. Jedenfalls solange, wie die jeweilige Versicherung vorhanden war. Nach Kündigung flog bei mir auch sowas nach mindestens einem Jahr in die Tonne. Aber mein lieber Mann hat alles aufgehoben, was nur geht… und da haben wir uns schon einmal zusammen durch Berge seiner Akten gekämpft. Was aber soviel war, das wir beide kapitulieren mussten. Und nun sträubt er sich regelrecht dagegen, das Aktenordnen und – sortieren noch einmal anzugehen.

Aber so scheint eben jeder auch beim Ausmisten seine Stärken und Schwächen zu haben. Aber irgendwann kommt er zum Glück immer, der Punkt an dem man sagt:
Jetzt reichts, weg damit!

Hochzeit · Liebe

Hochzeit feiern… [Teil 1]

Die Woche vor dem 08. August 2020 war die Hölle los. Mein Liebster hatte schon Urlaub, ich aber war von Montag bis Mittwoch normal arbeiten. Also haben wir versucht, alle Hochzeitsvorbereitungen noch nach meiner Arbeit so weit wie möglich voran zu bekommen. Und da war noch einiges zutun. Wir waren gefühlt 10 mal einkaufen, haben Stoffe an Wände gehängt, Lichterketten verteilt, die Candybar vorbereitet und einen Pavillon aufgebaut, der sich leider als defekt rausstellte. … weiterlesen?!

(Geistiger) Zustand · Corona · Hochzeit

Halbjahres-Resümee 2020 – Teil 2

Am 23. März hatten wir das erste Corona Gespräch und uns wurde mitgeteilt, dass unsere Arbeitsstelle für den öffentlichen Verkehr geschlossen bleibt. Mitarbeiter sollten Überstunden absetzen oder Resturlaub nehmen. Alle, die weder das eine, noch das andere hatten, müssten bei geschlossenem Laden putzen und Waren verräumen. Aus meiner Abteilung traf es hier nur mich, da ich ja gerade erst dort angefangen hatte.

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